Luxemburg war eine Wucht — Danke Luxi, Renate und Co…!
26. November 2009Völlig entspannt kam ich nach den Flug und einer Stunde Autofahrt in Echternach an…keener zu sehen…außer ein paar Luxis und Franzosen und Deutsche und Belgier…
Enstpannt genoss ich den Kaffee nebst Schokolade als auch Luxi, unser hiesiger Wanderführer und Freund der Wanderrallye 2009 mit einem Renault um die Ecke bog. Juhu-was war die Freude gross-3 Tage unter Freunden in einem schönen kleinen Land…
Kurz darauf kam dann der stolze Trupp Wandersleute mit Manni als Lastenfahrer an - 750 KM - Hut ab… der Dank deiner Mitfahrer ist Dir auf Lebenszeit gewiss (((-;
Gleich darauf ging es auch schon den ersten Wanderweg entlang des Mullerthaltrails entlang, staunend standen wir vor riesigen Bergen und schmalen feuchten Spalten, durch die Wir uns zwängen mussten, besonderst spassig mit einer schwangeren Claudia ( Respekt vor der Tour ), nen noch schwangeren Manni und meinen dicken Hintern —feststecken war an der Tagesordnung…

Abends ging es dann ins Hotel, super Essen, gemütliche Zimmer - welches ich mit Manni teilte-Wir schnarchten um die Wette…Grins.
Manni räumte seine Sachen ordnungsgemäss in den Schrank-ich warf sie einfach in die Ecke ( Unterschied Ost-West )-da staunt selbst der bayrischste Hesse (((-;
Abends gab es lecker Bambi - Hmmm, das fetzt. Renate kaute vor mir als vorbildliche Veganerin an einem Auflauf…

Nach 3 Tagen Wanderung durch die Schönheit und Einzigartigkeit der Natur incl. Wegbeschreibung von Luxi genossen wir zum Abschied noch ein nettes Essen bei der Luxigemahlin - der lecker Wein liegt immer noch auf meinem Gaumen, gleich neben Bambi… Ich komme wieder-keine Frage - Luxemburg, Ick Liebe Dir (((-;
3. Mitteldeutscher Firmenteam Triathlon
20. Juli 2009Samstag 18. Juli 2009 | Roßbach an der Hasse
Wir waren dabei - 7. Platz bei den Mixed - Es war ein super Tag. Danke Team GesundheitsKick.de
Ihr seid Spitze ! Schwimmen 750 m - Rad fahren 30 KM - Laufen 6 KM
Bis im nächsten Jahr wenn es heißt Platz 1 - Eure Physiotherapie am Gotthardteich - Mario Schmidt
Sorry - das war Rufting (((-;
Lauf & Rad Team 1 & 2 vom GesundheitsKick.de
Start der Wasserelite ( Brrr - Kalt )
Bananen machen glücklich Schwimmen & Rad vereint
Unser Läufer im Einsatz
Das Dreamteam 2009
Bis next Year 2010
Canyoning - Wanderrallye im Flussbett !
3. Juli 2009Man versteht unter Canyoning (auch Schluchteln oder Schluchting) das Begehen einer Schlucht von oben nach unten (in der Frühzeit des sportlichen Canyonings auch von unten nach oben) in den unterschiedlichsten Varianten. Durch Abseilen, Abklettern, Springen, Rutschen, Schwimmen und manchmal sogar Tauchen gelangt man in geeigneter Ausrüstung durch die Schluchten.
Das sind die Mutigen …
Dieses einzigartige Erlebnis möchte ich kurz mit Bildern festhalten, auch wenn mir des öfteren das Herz in die Hose gerutscht ist…
Abstieg ins Tal…
Glatt und rutschig
Reissende Strömung
Wasserfall
Abseilen von 15 m Höhe
Und ab gehts
Angst 1
Sprung
Todesangst nach Megarutsche und auftauchen-Danke Reinhold !
Fazit: einfach abenteuerlich inclusive Nervenkitzel !
Dank an Maximilian vom Ötztaltourismus und www.cankick.de
Die Ammergauer Alpen - Kultur und Natur genießen
2. Juli 2009Die letzte Etappe der Best of Wandern Wanderrallye 2009 führt uns in das schöne Oberbayern, genauer gesagt in das durch seine
aller 10 Jahren stattfindenden Passionsfestspiele bekannte Oberammergau.
Hier wird Kultur genauso groß geschrieben wie Natur und Gastlichkeit. Schon beim durchfahren
dieses sehr gepflegten Städtchens kann man die sogenannte Lüftelmalerei bewundern.
Die Herkunft der Bezeichnung ist umstritten, wahrscheinlich stammt sie aber vom Heimathaus eines Fassadenmalers aus Oberammergau , zum Lüftl.
Hier kann man sehr schöne Gemälde an den Hauswänden sehen, so das man sich in eine andere Zeit versetzt fühlt. Fasziniert und beeindruckt entdecke ich gelebte Tradition in Form von Trachten und Holzschnitzereien, ebenso wie das mitwirken der Einwohner bei den nächsten Passionsspielen 2010.
Hier existiert die Geschichte in Form des Theaterspielens mit Leidenschaft und Begeisterung, hier spürt man die Freude einer ganzen Stadt an diesem einmaligen Gesamtkunstwerk. Und dies seit 1634 ! Als wir dann noch Karten für die Aufführung ” Die Pest ” bekommen, macht mein Herz Freudensprünge.
Umgeben von idyllischen Landschaften, umrahmt von Bergen schweben 2 Steinadler durch die Lüfte .Inmitten dieser Natur führt die Königsstrasse auf den Spuren des bayrischen Märchenkönigs Ludwig II von Linderhof nach Neuschwanstein. Jedoch viel schöner als auf der Strasse ist ein Wanderung über die Ammergauer Alpen, welche wir mit Wanderführer Markus anstreben.
Der Aufstieg in 1758 m auf den Teufelsstättkopf führt uns vorbei an Latschenkiefern und einer kleinen Kapelle, welche im Barockstil gebaut ist und den Hl Josef mit Jesuskind und Engel zeigt.
Am Gipfel steht ein prachtvolles Kreuz, Wolken ziehen über den Köpfen der Bergwanderer hinweg,von weitem sieht man Blitze.
Hier oben ,ist trotz steilem Anstieg bis zum Gipfel, ein hohes Touristenaufkommen, welches nun vor dem aufkommenden Gewitter ins Pürschlinghaus flüchtet. Uns inclusive.
Bei einer herzhaften Brotzeit, wo Leberkas und Weißbier vernascht wird, erzählt uns Wanderführer Markus, der ein Vogelkundler und Fledermausfan ist, von der hiesigen Flora und Fauna.
Interessant ist auch, das der Bürgermeister kein Einheimischer ist sondern Franke. Und das in Bayern…
Nachdem die Sonne wieder über den Ammergauer Alpen lacht, setzen wir unsere Wanderung fort, Richtung Schleifmühlenklamm. Dort laufen wir an einem romantischen Wasserlauf entlang, über Brücken und vorbei an Wasserfällen.
Einzigartig und Abwechslungsreich bildet das Ammergauer Gebirge einen krönenden und königlichen Abschluss der Wanderrallye 2009.
Wandern - das ist Gesundheit und Lebenslust Pur - für jedes Alter ! Mit gesundheitlichen Grüssen Ihr Mario Schmidt
Sarntal - das duftende Herz Südtirols
29. Juni 2009Mit einem weinenden und einem lachenden Auge verlassen wir das schöne Ötztal Richtung Südtirol, um den Duft der Berge in unglaublicher Natur
aufzunehmen.
Weinend da die Erlebnisse und Eindrücke des Ötztals Lust auf Urlaub in dieser wunderschönen Region machen, lachend da es in eine Region geht, die
als absoluter Geheimtip gilt und wo alles echt ist:
“die Natur, die Menschen und der Urlaub”.
Inmitten duftender Wiesen, rauschenden Wäldern und mystischen Landschaften liegt das Sarntal” Südtirols Süden “. Schon die Anfahrt ist Genuß pur,
riesige Berge die sich gen Himmel recken, Schnee und bunt schillernde Wiesen längs der Straße wechseln sich im Glanz der Sommersonne ab.
Fasziniert lassen wir unseren Blick schweifen, so das die Fahrt bis zu unserer Unterkunft in Reinswald / Sarntheim kurzweilig wird. Tief atme ich die frische
Bergluft ein, meine Lungen füllen sich mit Sauerstoff und der Duft der Wiesen beflügelt meine Sinne. Es ist Liebe auf den ersten Blick.
Unsere Tagestour führt uns zu den geheimnisvollen ” Stoanernen Mandlen “in 2003 m Höhe: Übermannshohe aufgeschichtete Steinplatten auf der ” Hohe Reisch”.
Viele Sagen und Legenden beschreiben diesen Ort als Hexentanzplatz, dort wo sich der Teufel und die Hexen zu Orgien trafen. Fakt ist aber, das diese Anhöhe mit über 100 Steinmännern einen traumhaften Ausblick auf die Natur der Dolomitenwelt freigibt und wenn es neblig ist, vielleicht eine Fabelgestalt zum Vorschein bringt …
Punkt 8 Uhr geht”’’s es los mit Wanderführer Sepp, ein herzhaften Südtiroler Bub, der uns in die Schönheit seiner Heimat einführt. Eine Wanderung beginnt, die alle begeistert, hier ist das Wandern zu Hause, ganz nach dem Motto, die vitale Art das Leben zu genießen.
Ringsherum Natur Pur, eine Brise Bergkräuter kitzelt meine Nase, egal wohin man schaut, man erliegt dem Zauber der Landschaft. Auf dem Weg zu den “Stoanernen Mandlen”, genehmigt sich unsere lustige und durstige Wandertruppe in einer urigen Almhütte frische Buttermilch.
Losgelöst vom Alltag geht es mit flotten Schritt und lustigen Wanderliedern immer höher hinauf, von weitem sieht man die Steinmännchen, die bedrohlich in den Himmel ragen. Ringsherum riesige Berge, saftige Wiesen und zufriedene Kühe, die mit neugierigem Blick zu uns herüber schauen.
Angekommen fühlt man die Magie und die Ruhe an diesem Ort, wo sich einst Hexen und Teufel trafen, glaubt man den Sagen vergangener Tage. Erschöpft vom Aufstieg falle ich ins frische Grün der WIese und spüre den warmen Wind auf meiner Haut. Tirol du hast mein Herz erwärmt, so das in meinen Gedanken ein Gedicht entsteht:
” Mein Blick schweift in die Ferne, verträumt ist dieser Ort.
Ich habe ihn furchtbar gerne, will niemals wieder fort.
Der Duft von bunten Almen, belebt mein Seelengeist.
Nie wieder zu den Palmen, denn Südtirol ist es, wohin man reist!”
Völlig verzaubert schaue ich auf die 3 D Bergwelt die sich ringsherum emporhebt. Wenn es ein Begriff für Genußwandern gibt, dann ist diese Wanderform hier
zu Hause. Für die Augen das Panorama der Berge; Täler und Schluchten, Für die Nase die Alm, das Essen für die Geschmacksnerven, der liebliche Wind für die Haut und das Gezwitscher der Vögel für die Ohren.
Als dann Sepp noch auf dem Akkordeon lustige Volkslieder aufspielt, hält keiner still. Alle Tanzen und Lachen, es gibt nur eine Ausdruck dafür:
DAS IST URLAUB FÜR DIE SINNE !
Tirol - du hast mein Herz erwärmt ! In diesem Sinne mit gesundheitlichem Gruß Ihr Mario Schmidt
3. Station - das Ötztal- der Höhepunkt Tirols .
26. Juni 2009Nach dem einmaligen Aufenthalt im sehr schönen Kleinwalsertal mit seinen herzlichen Leuten
nebst Gesangsunterricht ,geht es nun ins Ötztal, dort wo man namenhafte Gipfel wie Zuckerhütl, Weißkugel
und die Wildspitze vorfindet.
Mehr als 300 Dreitausender sind hier anzutreffen, Wanderwege für alle Altersgruppen durchziehen die Region, Wasserfälle und
tiefe Täler runden das Gesamtkunstwerk Tirol ab.
Von unten sehen die Berge schroff und kantig aus, Schnee bedeckt auch hier den Gipfel. Diese
Natur macht Lust auf Bewegung alleine oder in der Gruppe.
Fit mit Schmidt - Hier ein paar Gründe, warum raus in die Natur und hinauf auf luftige Höhen:
Kraftzuwachs und Verbesserung der Sauerstoffaufnahme
Herz-Kreislauf-Training
Verbesserung der Knochendichte
Koordinationsverbesserung
Psychisches und Physisches Wohlbefinden
Gewichtsreduktion
Das alles und noch viel mehr ist hier im schönen Ötztal möglich. Unser hiesiger Wanderführer Maximilian begleitet die Best of Wandern Gruppe auf einer Wanderung hinauf zum Wetterkreuz in 2591 m Höhe. Eine einzigartige Rundumsicht, welche sich wie ein Panorama vor uns ausbreitet, belohnt den steilen Aufstieg.
Völlig benommen von der vielseitigen Landschaft bekommt jeder am Kreuz sein Gipfelschnaps und ein “Berg Heil” zugerufen. Stille in der sonst so lustigen Truppe, jeder genießt den Ausblick, von hier oben sieht das schöne Örtchen Ötz wie eine Spielzeuglandschaft aus, der wärmste Badesee Tirols mit 24 Grad spiegelt die Gipfel der Berge und die Wolken ziehen vorüber. Von Arzl im Pitztal bis ins Inntal nach Imst schweift der Blick, nordöstlich erkennt man die Mieminger Kette, das Wettersteingebirge und in der Ferne die Lechtaler Alpen.
Ein paar Schafe weiden auch in dieser Höhe und sind ganz erstaunt, uns anzutreffen. Nach einer kleinen Rast geht es ins Wörgetal, vorbei an winzigen Seen erstreckt sich ein reinstes Alpenrósenparadis. Dazwischen immer wieder Schneefelder, wo man sich kurz wie auf Skiern hinabgleiten lassen kann.
Diese Ruhe, bizarre Landschaften und gigantische Berge bilden die Kulisse für einmalige Wandererlebnisse. Mein Blick schweift zu einem klaren Bergsee, direkt an einem Holzhaus mit Wassermühle. Dieses Haus, das Knappenhaus liegt direkt an dem Pochersee in 2020 m Höhe, es erzählt kurz und informativ die Geschichte dieser Bergbauregion und über das Leben der Knappen. Die lebensgroßen Puppen sahen sogar ein klein wenig aus wie unser Luxemburger.
Über den Panoramaweg geht’’s nun durch kleine Wäldchen immer bergauf bis zur Balbachalm, wo uns eine leckere Buttermilch und ein noch leckerer Kaiserschmarrn erwartet. Ein paar Kühe schauen gelangweilt durchs Fenster hinein.
Zufrieden und völlig benommen von der Vielfalt dieser Wanderung, welche auch für Familien geeignet ist, kehren wir nach 5 Stunden in unser Hotel ein, um den Tag entspannt mit einer Kräutersauna zu beenden. Ötztal-ein Genuß für Leib und Seele.
Das Kleinwalsertal - Sommeranfang mit Schnee
24. Juni 2009Lächelnd wache ich in dem urigen Hotel Walser Stuba auf - ein lustiger Abend liegt hinter uns. Nach der Begrüssung seitens Touristikdirektorin Claudia Schleh, sang die Wirtin Ulrike Riezier heimische Lieder, was nach ein paar Gläsern hiesigen Wein “In Rot” bei unserem Luxemburger “Luxi” die Tanzlaune weckte.
Am ersten Tag im Kleinwalsertal ist eine Wanderung durch´s Gemseltal rund um den mächtigen Widderstein (2533 m) angedacht.
Vorbei an blumenreichen Wiesen soll es gehen,immer bergauf, Richtung Bärgunthütte über die Mittelalp und Baad, . 5-6 Stunden Dauer sind für diese Wanderung angedacht. Kein Pappenstiel für meine 100 Kilogramm Körpergewicht.
Gestern war Sommeranfang, aber von Sommer keine Spur. Schnee und Kälte sind für den heutigen Tag ab 1700 m angesagt. Ein Blick nach draussen bestätigt dies und zeigt Regen und Grau. Kein schöner Start für mich als Schönwetterwanderer. Aber wer die Sonne im Herzen trägt, braucht die Sonne nicht am Himmel suchen - getragen von diesen Worten geht es zum Testcenter, um sich Wandersachen zu leihen.
Mit nagelneuen Lowa - Schuhen, einer wasserfesten Bergans Jacke und einem super Rucksack zum ausprobieren geht es los, mit Ule - Peter Haak, einen erfahrenen einheimischen Wanderführer.
Unten im Tal regnet es ununterbrochen, meine geliehenen Sachen werden gleich auf Herz und Niere getestet. Im Gänsemarsch geht es immer höher Richtung Widderstein, dem grössten Berg im Kleinwalsertal. Wir begegnen bei diesen winterlichen Temperaturen im Sommer nur einen Einheimischen mit einem hübschen Hengst, der das Pferd auf die Alm bringt. Kraftvoll zieht er an uns vorbei.
Je höher wir kommen, desto kälter wird es, jedoch kann ich nur sagen, mit der warmen Jacke und den wasserdichten Wanderschuhe aus dem Testcenter, ist das Wetter nur noch Nebensache. In schwungvollen Schritten geht es hoch hinaus, vorbei an Wasserfällen und Natur pur.
Anfangs gemächlich und dann immer steiler, bis wir inmitten einer weissen, von Schnee bedeckten Landschaft stehen. Mein Shirt ist klitschnass bei diesen Aufstieg, trotz klirrender Kälte, vereinzelt sieht man gelbe Trollblumen, man hört Kuhglocken, Nebelschwaden ziehen auf. Erschöpft aber glücklich geniesse ich diesen einzigartigen Moment.
” Der Augenblick ist zeitlos ”
In über 2000 m Höhe angekommen, versuchen wir den richtigen Weg zu finden, jedoch Nebel und Schnee haben die Bodenmarkierungen unkenntlich gemacht.
Rechts von uns erkenne ich einen steilen Abhang, was bei schönem Wetter keine Gefahr bedeutet, ist jetzt Lebensgefährlich. Bergwanderführer Ule bricht an dieser Stelle die Wanderung ab, die Gefahr in eine Schlucht zu stürzen oder sich zu verlaufen ist zu gross.
Nach über 4 Stunden kommen wir durchnässt aber glücklich am Ausgangspunkt unserer Wanderung wieder an und kehren noch in einer Almhütte im Gemstal ein. Sabine, die Wirtin, begrüsst uns ” na da hätt ich meinen Arsch verwettet wenn Ihr bei den Sauwetter nicht zurückgekommen wärt ” - So sind sie die Walser - ehrlich direkt.
Nach einer kräftigen Erbsensuppe und etlichen Anekdoten aus dem Leben von Sabine fällt mir ein Zitat von ihr ein:
Es hat keinen Sinn nach der Liebe des Lebens zu suchen,
denn der Mensch, der für einen bestimmt ist,
läuft einem sowieso über den Weg!
Mann kann nur einen Fehler machen…IHN ZU ÜBERSEHEN!
Meine grosse Liebe sind meine Frau Dani und die beiden Kidz Lara und Lilly, die andere Liebe ist das Wandern und der Spirit des Kleinwalsertal . Ich bin begeistert !
Wandern bedeutet immer neues Erleben,neues Sehen und neue Freunde …
Best of Wandern 2009 - Ich bin dabei !
17. Juni 2009Vorwort:
Werte Damen und Herren, liebe Gäste meiner Seite.
Ich fühle mich sehr geehrt Ihnen einen kleinen Einblick von der Wanderrallye 2009 geben zu dürfen.
Wie man das Leben gestalten soll, ja dies ist eine der ältesten philosophischen Fragen auch in der Gegenwart. Die Wanderrallye beantwortet Ihnen diese Frage und zeigt Ihnen den Einstieg in den Gesundheits- und Freizeitsport Nr.1.
Faszinierende Bergwelten, klare Luft und vor allem körperliche Fitness erhoffe ich mir von diesen 16 Tagen Wanderspass – der Spass für „Jedermann und Jedefrau“.
Auf den Spuren von DJ Ötzi werde ich im Ötztal wandern, im Schloss Ludwig II kulinarischer Genüsse in den Ammergauer Alpen frönen, das „Grüaß Gott i der Schtuuba“ im Kleinwalsertal hören, um nur ein paar Höhepunkte vorab zu nennen.
Gespickt mit Sachsen-Anhaltinischen Humor und natürlich therapeutischen Tipps werde ich Ihnen die Wanderung durch mein Reisebericht so angenehm wie möglich gestalten – tauchen Sie mit ein in diese Bergwelt der Superlative, den Alpen.
Merseburg Juni 2009 Hochachtungsvoll Ihr Mario Schmidt
www.gesundheitskick.de
Mario noch in seiner Physiotherapie in Merseburg …
Aufregung und Neugier kommt langsam auf, was wird mich erwarten am 19.06.2009 in Baiersbronn ? Wie komme ich vor allem dorthin und wo liegt dieses Baiersbronn.
Denn dort findet die offizielle Eröffnung der Wanderrallye 2009 statt und man lernt alle Teilnehmer Live und in Farbe kennen.
Schnell das Internet aufgerufen und schon erfahre ich, dass dieser Ort im Schwarzwald liegt. Ganz schön weit weg von Merseburg, der Heimat der Zaubersprüche…
… aber ein Wandersmann kommt überall hin…
Mit dem Flugzeug nach Stuttgart, dann weiter mit dem Zug, so ist man nach 3 Stunden schon im schönen Schwarzwald. Dank Internet für einen Preis, der die Anfahrt zum Kinderspiel werden lässt:
Flug 24 € und Bahnticket für 16 € - das kann sich der sparsamste Schwabe sogar leisten.
Neugierig öffne ich die Seite „ www-best-of-wandern.de „ und sehe die Teilnehmer mit einem Kurzprofil. Alles erfahrene Hasen der Wanderszene, mit teilweisen Hochalpinen Wandertouren über 3000 m Höhe, mein Herz fängt an zu rasen und der Atem schnauft wie eine Dampflock.
Nach ein paar gezielten Atemtechniken bin ich wieder ganz entspannt, locker führe ich noch eine Yogaübung durch „ den Hirsch „ und dann geht’s ans Sachen packen…
Doch was braucht man alles für eine Reise in die Alpen? Fragen über Fragen – die mir nur ein Fachmann erklären kann.
Angekommen im Fachgeschäft meiner Wahl lasse ich mich beraten: Schuhe für 200 € werden mir gezeigt, Socken für 19 € muss ich anprobieren und natürlich ein Cape für 45 € ist ganz wichtig, damit der Kopf immer gut geschützt ist…
Zum Schluss rechnet mir der nette Verkäufer eine Summe von 475,80 € für das gesamte Equipment vor, so dass ich dankend ablehne…
Im Sonderangebot bekomme ich dann aber doch alles für meine alpine Erstbesteigung – denn es gibt immer ein erstes Mal.
Im Zwiebelprinzip und ohne 19 € Socken natürlich. Aber der Wasserdampfabtransport sollte gewährleistet sein, damit der Schweiß beim besteigen eines Berges schön in Mutter Natur im wahrsten Sinne des Wortes „verduften“ kann.
So ausgerüstet kann die Wanderung beginnen, voll Tatendrang harre ich den Dingen die da kommen werden und bin begeistert, auf Bewegung in frischer Luft und einzigartiger Aussicht.
Freitag der 19.06.2009 -Flughafen Leipzig - Stuttgart
Ein sonniger Morgen dieser Freitag der 19.06.2009 - mit einem heißem Kaffee beginne ich Ihn und warte auf den Abflug nach Stuttgart. Die Wandersachen sind gut in meiner Reisetasche verstaut.
Ein Lächeln zieht sich über meine von Wind und Wetter gegerbte Lederhaut.
Entspannt und glücklich sitze ich in einem netten Flughafencafe namens Iljuschin 18 ( man spricht wieder russisch ) und schaue mir die vielen Menschen an, die sich hoch über den Wolken hinaus fortbewegen möchten.
Aufregung macht sich breit, 13 : 00 Uhr ist Anpfiff zur Wanderrallye 2009 in Baiersbronn am Wandertreff - 745 KM liegen vor mir und nur 5 Stunden trennen mich von meiner Wandergruppe, die die SÜDROUTE unsicher machen wird.
Neugierig bin ich, auf die Teilnehmer und natürlich auch auf das Wandern. In Gedanken versunken schwelge ich dahin und sehe gigantische Berge, reißende Wasserfälle und mich mit einem Arm wie Cliffhanger ( nicht zu verwechseln mit Cliff Richard ) in 3000 m Höhe über einen Abgrund hangeln…
Durch den Aufruf Flug Stuttgart- Alle Fluggäste zu Gate 25 - schrecke ich aus meinen Heldenträumen, schnappe meine Tasche und laufe gemächlich zu dem Tor in den Himmel …
Wie im Fluge vergeht die Stunde nach Stuttgart, entspannt mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof und den Zug nach Baiersbronn genommen.
12:01Uhr komme ich an im schönen Schwarzwald - nur noch eine Stunde und der offizielle Startschuss inclusive Kurzinterview wird fallen.
Mit ihm hoffentlich nicht die 16 Teilnehmer ?! Doch es kann nur einen Sieger geben … für jede Route zumindest…
Leider nieselt es in dem schönen Örtchen , dunkle Wolken am Himmel, schnell die Tasche bei dem netten Herrn am Wandertreff untergestellt und ins Zentrum gewandert.
Beim örtlichen Italiener ” www.bino-team.de ” kehrte ich ein, um mich bei einem leckeren Espresso auf Vordermann zu bringen. Eine super Moto Guzzi steht gleich neben meinem Platz, auch so etwas kann man in Baiersbronn erleben.
Voller Vorfreude schaue ich zu unserem Treffpunkt und werde von einer freundlichen Truppe direkt am Wandertreff begrüsst. Ein bunt gewürfelter Haufen netter Menschen verschiedener Alters- und Berufsgruppen, die alleine die Leidenschaft des Wanderns zusammengefügt hat.
Beeindruckend auch die Herzlichkeit der Baiersbronner Touristik, die uns mit leckeren Snacks und köstlichen Sekt versorgt hat. Da kommt der Wandersmann gerne, wenn man mit einem freundlichen Lächeln begrüsst wird - Ich freu mich jetzt schon auf ein Wiedersehen…
Nach der kurzen Begrüssung und dem Kennenlernen ging es dann für die Südroute ( incl.Mir ) mit einem Kleinbus gen Chur, einer sehr schönen Studentenstadt welche eine Menge an Wandermöglichkeiten bietet.
Unser Fahrer, ein Schwoab aus Lindau, brachte uns sicher an das erste Ziel unserer Reise an - quer durch den Schwarzwald, vorbei am Bodensee und Liechtenstein, bis zu dem sehr edlen und ruhigen ” Hotel Chur ” im Zentrum dieser idyllischen Stadt , welche von gewaltigen Massiven der Alpen umgeben ist und direkt an einem klaren Bergfluss liegt.
Erstmals erwähnt wurde Chur um 280 n. Christus auf Römischen Karten, jedoch spricht man von einer Ansiedlung schon vor 11`000 vor Christus, so das man sich gleich in ein anderes Jahrhundert hereinversetzt fühlt, wenn man durch die liebevoll gepflegte Innenstadt läuft.
Chur ist ausserdem eine politische Gemeinde und der Hauptort des Schweizer Kantons Graubünden sowie des bündnerischen Bezirks Plessur. Sie liegt am rechten Ufer des Rheins und gilt als älteste Stadt der Schweiz.
Ein junges Multikulturelles Publikum lässt diese Stadt zum Leben erwachen, moderate Preise ( welche man nicht unbedingt von Zürich und der Schweiz gewohnt ist ) und imposante Bauwerke vereinen diese Sehenswürdigkeit inmitten von Felsen und Schluchten.
Nach dem netten Begrüssen seitens Hotelchefin Frau Schmid konnten wir die sehr liebevoll eingrichteten Zimmer aufsuchen, mit Blick auf die Alpen natürlich und dem klangvollen Plätschern des Flusses Plessur, der direkt am Hotel vorbeifließt.
Der absolute Höhepunkt des Abends wurde uns aber dann zum Abendbrot serviert: Ein 3 Gänge Menue welches 5 Sterne von Mir bekommt: Für die Qualität und die Quantität und den super Service dieses erstklassigen Hotels.
Nach dem Essen wurde noch gemütlich in einer Künstlerklause mit einem Appenzeller Bier der erste Abend, der eine wunderschöne Wandertournee verspricht, verabschiedet.
DER ERSTE TAG - RODELN im SOMMER !
Einen wunderschönen Tag wünscht Mario Schmidt, der Ihnen einen kleinen Eindruck von der ersten Wanderetappe in 1590m Höhe auf den Brambrüesch berichten möchte:
Der Tag beginnt mit einem freundlichen Hallo der lustigen Wandertruppe, man trifft sich gut gelaunt beim Frühstück wieder.
Da ich ein notorischer Morgenmuffel bin, brummele ich nur kurz eine ” Moin “( Überreste meiner Ost- und Nordfriesischen Vergangenheit )und verstecke mich zwischen Kaffee und Müsli.
Nach einem Tag des Zusammenseins erkennt man schon die verschiedenen Charaktere, die in jeden von uns stecken.
Neben mir sitzt z.B. Renate, eine Vegetarierin aus Überzeugung. Sie erklärt mir, während ich herzhaft in ein Salamibrötchen beisse und den Geschmack des Schweines auf der Zunge zergehen lasse, das sie bei einer Wanderung durch Equador diesen Entschluss gefasst hat. Schön für Sie, denke ich und belege mein Brot mit Schinken…
Gegenüber sitzt unser “Wanderopi” aus Luxenburg, ein lustiger Pädagoge im Ruhestand namens Allain Muller, den ich einen Trailnamen gebe, Luxi. Mein erster Luxemburger, den ich kennenlerne.
Dann gibt es noch Manfred, der mich an ein Mammut erinnert, so bekommt er auch den Namen Manni, ein Wandersfreund aus München, der sogleich von allen die Wanderführerfunktion aufgebrummt bekommen hat. So muss das sein, Aufgaben verteilen, um sich der eigentlichen Sache anzunehmen, Natur pur auf Schusters Rappen zu entdecken.
Am ersten Morgen wird uns durch einen Stadtführer, der aus Deutschland kommt, die älteste Stadt der Schweiz, Chur, vorgestellt.
Routiniert führt er uns durch verwinkelte Gässchen, eine hört sogar auf den romantischen Namen Bärenloch, lässt uns die dreischiffige Kathedrale Sankt Maria Himmelfahrt nebst bischöflichen Schloss bestaunen und klärt uns kurz über die Sprachenvielfalt der Schweiz auf.

Eine Stunde später geht es dann von Chur aus mit der Bergbahn zu saftig grünen Alpwiesen, tiefen Schluchten und schwindelerregenden Höhen.
Die Brambrüeschbahn fährt uns direkt aus dem Stadtzentrum hinauf, dadurch ist Chur auch die einzige Alpenstadt mit diesem Privileg.
Da es ziemlich eng zugeht in der Gondel ist sie auch etwas für romantische Wanderfreunde - man kann gut kuscheln und dabei eine unglaubliche Aussicht geniessen.

Der Spass beginnt, nach der Gondelfahrt, endlose Weiten und vor allem Steigungen entdeckt mein vom Vorabend ( Appenzeller Bier” Schwarzes Kristall”) gerötetes Auge. Das bedeutet Wandern und mein Herz hüpft vor Freude.
Nachdem alle Ihre Rucksäcke geschultert haben geht es los auf einen leichten Weg nach Pradaschier, Dauer ungefähr 2 Stunden. Und alles in ca 1590 m Höhe, das heißt dünne Luft und Schnaufen wie eine Dampflok.
Ziel: Die längste Rodelbahn der Welt, mit 40 KM/H auch super schnell. Das weckt das Kind im Mann und ist ein Ansporn, die Strecke in einer Stunde zu schaffen.
Im Gänsemarsch setzt sich der Zug von 8 Leuten in Bewegung, langsam und gemächlich, getreu nach dem Motto ” Langsam kommt man auch ans Ziel ” - SLOW MO - die neue Trendsportart, erfunden von Mir.
Unsere Renate, Ihres Zeichen Gemüseesserin und staatlich anerkannter Vegetarier, zieht wie von der Karotte gestochen an uns vorbei und verschwindet in der Ferne.
WOW, welches Tempo in dieser nur von pflanzlichen Genüssen getrieben Frau steckt.
“Hell scheint die Sonne und leicht ist unser Schritt, froh ist der Schlag unserer Herzen, zieht die doch die Freude an unserer Seite mit, singen und lachen und scherzen”… So kann man das Gefühl der zurückgebliebenen 7 anderer Wanderer beschreiben, die sich langsam, wie ein Dieselmotor warm laufen.
Durch das perfekte Zusammenspiel von Wetter und Landschaft geniessen wir jeden Schritt und saugen die frische klare Bergluft auf, wie ein Staubsauger.
Vorbei an unberührte Landschaften und urigen Hütten, der Blick schweift über Schneebedeckte Gipfel. In Gedanken sehe ich einen Yeti, der unsere Vegetarierin Renate entführt hat, um sie mit Murmeltieren zu mästen…
“Picknick” - dieses Wort reist mich aus meinen Träumen, denn die 100 KG Wandergewicht müssen gehalten werden. Alle sitzen Sie an einem steilen Abhang, und geben sich der Fleischeslust in Form von einer Brotzeit hin, ausser eine, die genüsslich an einer Mohrrübe lutscht… Wer das wohl ist???
Genüsslich esse ich einen abgelaufenen Snicker, der sich in die Picknicktüte verirrt hat und schaue ins Schanfigg - ein langgestrecktes Tal im Schweizer Kanton Graubünden und das Hochtal Lenzerheide.
Das nenn ich Aussicht und nehme einen kräftigen Schluck Gebirgswasser. Nach dem Essen soll man ruhen, jedoch nicht die lustige Truppe von Männern und Frauen, die die Schweizer Gebirgswelt unsicher machen. Auf gehts zu neuen Taten, frei nach dem Motto, den letzten beissen die Kühe gehts mit Gesang und kraftvollen Schritten immer Renate hinterher, der imaginäre Wanderführer Manni trottet im Slow Mo Schritt hinterher…
Langsam werden meine Muskeln warm und ich schaffe es, an zweiter Stelle den Aufstieg in 1840m zu meistern, mein Herz rast wie ein ICE und ein Lächeln macht sich breit - der Turbo läuft langsam an.
Durch viel Stress und Arbeit wurde der Gesundheit wenig Aufmerksamkeit gewidmet, dies ist in luftiger Höhe Vergangenheit. Für das Wandern ist es nie zu spät und es TUT SEHR GUT !
Endlich spüre ich meine Muskeln wieder, die Lunge zieht genüsslich die reine Luft ein, mein Arm und Beinspiel entwickelt sich zu einer koordinativen Symbiose - WWandern - das ist echter Urlaub am Puls der Zeit. Raus aus dem SMOG - rein in die Schweiz - Ich liebe es…
Angst vor dem falschen Weg haben wir nicht, die Wanderwege sind gut ausgeschildet.
Was niemand für möglich hält, Wanderführer Mannie schafft es trotz Ausschilderung - wir stehen vor einer Sackgasse. Nach einer kurzen Beratschlagung, wodurch wir eine halbe Stunde verloren haben, müssen wir nochmals zurück um dann den richtigen Weg zu begehen.
Aber das Lachen ist allgegenwärtig.
Nach ca 2 Stunden dieser Wanderung erreichen wir den Höhepunkt am heutigen Tag - RODELN - mitten im Sommer, 3.1 KM immer bergab mit einer Geschwindigkeit von 40 KM/H. JuHu - das fetzt wie Fetzer.
AAAHHHHHH - wir sitzen ein jeder in seinem Schlitten, festgezurrt und dann geht es los, Hebel vor und ein Ruck reist Mich fest in die Sitze, es geht los, atemberaubende Kurven, lange Geraden und steile Abhänge geht es fast 15 Minuten herab. Plötzlich ein Schrei hinter mir, unsere nette Claudia von der AOK BW kommt angerast und kommt erst knapp hinter mir zum stehen. Der Schreck sitzt jeden von uns beiden ins Gesicht geschrieben. Aber Spass macht`s und das ist wichtig.
Das Mannie bei seiner Raserei noch seine Jack Wolfskin Mütze verloren hat und er sein Haupthaar präsentieren musste, gab nochmals Anlass für Gelächter.
Nach diesem turbulenten und sehr schönen Erlebnissen ging es dann zurück ins Hotel, zu einem leckeren Menue mit Kerzenschein, um satt und überglücklich nach dieser Völlerei im Zimmer den Schlaf der Gerechten wahrzunehmen und von der Wanderung am nächsten Tag zu Träumen-
Wanderung über den DREIBÜNDENSTEIN zum jungen Rhein
Der Tag beginnt wieder mit einem ausgiebigen Frühstück in trauter Runde. Schon am 2 Tag sind die Trailnamen für alle Teilnehmer der Südroute vergeben.
Manfred-Manni, Alain-Luxi, Mario-Muskel,Claudia-Goldie,Renate-Jippelchen,Christine-Fischi,Edeltraut-Traute,Hildegard-Habili und unser Busfahrer Martin-Bussi.
Da der letzte Tag auf den Hausberg von Chur von Schönheit und sehr guten Wanderrouten geprägt war, führt uns Tag 2 wieder mit der Bergbahn nach Brambrüesch hinauf. Diesmal werden wir aber auf 2000 Höhenmeter wandern, so das es schon etwas schwieriger wird, für die erfahrene Wandergruppe, welche noch von den sportlichen Highlights des Vortages geprägt ist.
In der Gondel sitzt eine nette ältere Schweizerin, die uns von einem Berggottesdienst auf den Gipfel erzählt, den sie 11 Uhr besuchen möchte.
Sie ist sehr höflich, wie alle Schweizer, die wir hier in Chur getroffen haben-zuvorkommend und hilfsbereit.
Oben angekommen stecken wir inmitten einer dicken Nebelwand, die Temperaturen sind bei 6 Grad, wo sich jetzt mein Gaastra Segelpullover in ungeahnte Höhen bewähren muss.
Nach einem kräftigen Anstieg über 2 Stunden hinweg in Nebel und Kälte kommen wir am Gipfel an. Hier liegt sogar im Sommer noch Schnee. Die Erschöpfung steht jedem ins Gesicht geschrieben, aber das Ziel vor den Augen schweißt zusammen. Das Team der Wanderrallye Südroute ist perfekt und geniesst die unglaubliche Aussicht in den Nebel und den eisigkalten Wind. Fast wie an der Nordsee, mein Pullover von der See bewährt sich.
Das Wahrzeichen von Graubünden ist die Belohnung,der Dreibündenstein reckt sich in den Himmel, stolz trotzt er der Witterung und besiegelt die Gründung Graubündens.
Nicht nur die Stadt Chur ist geschichtsträchtig, auch die Berge und die Umgebung versprechen interessante Eindrücke in Sachen Geschichte und Kultur.
Nach einer kurzen Rast gehts weiter, nun aber bergab, Richtung Churer Rheintal und den mächtigen Berg Calanda,hinab zum sonnenverwöhnten Bergdorf Feldis.
Der Abstieg geht Anfangs ziemlich steil, so das die Kniegelenke ziemlich beansprucht sind. Vornweg, wie am Vortag unser vegetarisches Aufziehküken Jippelchen (Luxemburgerisch-bedeutet Küken), hintendran der Rest der Truppe.
Da wir alle ziemlich durchfroren sind, kehren wir in eine nette Berghütte ein, um uns aufzuwärmen und Kaffee zu trinken.
Ein Schachspiel weckt meine Aufmerksamkeit, so das ich mit Mannie ne Runde spielen muss, wo ich aber kläglichst versage.
Für die Hüttenbewohner wirken wir wie Ausserdische, ein bunt zusammengewürfelter Haufen mit unterschiedlichen Dialekten aus verschiedenen Regionen, wie BW, S-A, RP, B,der Pfalz und Luxenburg.
Manni fragt die netten Hausbesitzer, ober sich frei machen kann ( T SHirt war klatschnass ), worauf er die Antwort bekommt ” da müssen wir aber die Oma festhalten “. So lüstern können Schweizerinnen sein und sind trotz hohem ALter noch aktiv.
Nix destotrotz präsentiert sich Mannie in 1800 m Höhe halbnackt und zeigt stolz seinen Waschmaschinenbauch,eine stolze Ansammlung von Bierhefe.
Nach dem Kaffee sind alle aufgewärmt , es stehen uns nun noch ca 2 Stunden Wanderung bevor, so das wir uns durch die sehr gut ausgeschilderten Wanderwege bewegen, vorbei an einem Bergsee, einmaliger Vegetation und Murmeltieren.
Da es nur noch bergab geht sind alle wohlauf und geniessen einmalige Eindrücke, sogar Lama`s gibt es bei einem Bauern zu sehen.
Und schon stehen wir nach 1 Stunde im sonnigen Feldis, ein romantisches kleines Bergdorf mit einer Seilbahn.
Mit dieser werden wir über den jungen Rhein bergab fahren, um dann mit dem Zug nach Chur zurückzukommen.
An einem Brunnen spielt ein kleiner Bub, als er uns sieht fängt er an zu weinen. Soviel Leute an einem Tag ist er wahrscheinlich nicht gewohnt.
Nach einem Snickers beruhigt er sich aber und fängt an uns mit Wasser zu bespritzen-Kinder eben.
Beeindruckt von der Einsamkeit und Ruhe in Feldis schlendern wir langsam zur Seilbahn. Sie ist nicht besetzt, die Gondel kommt Führerlos nach oben gefahren und öffnet sich wie von Geisterhand.
Nachdem alle die Plätze eingenommen haben, gleitet sie hinab ins Tal nach Rhäzüns.Beeindruckt schauen wir auf den blauen Rhein und geniessen den Blick von oben.
Von Rhäzuns gehts mit den roten Wagen der Rhätischen Bahn gen Chur zurück, wo uns ein Essen in dem mit einem Michelinstern ausgezeichneten Hotel Stern erwartet.
Es ist ein traditionsreiches und heimeliges Haus, nach der Vorspeise mit dem netten Namen “Capun Sursilvans” kommt das Hauptgericht”Kalbs-und Rindsfiletmedaillon, Bizocchels,Kräuterjus,Gemüse und gedämpfter Apfel nebst Dörrbirne”.
Ein Traum, meine Geschmacksknospen tanzen Lambada bei diesen Köstlichkeiten und die Sinnesnerven spielten verrückt.Es macht mir aber auch bewusst, das nach einer Wandertour ein sehr gutes Essen den ganzen Tag zu einem einmaligen Erlebnis macht.
Zum Abschluss wurde das Dessert Coupe ” Chalandamarz “gereicht, selbstgemachtes Eis mit warmen Maronen in Karamelsoße.
Überglücklich von den Beginn der Wanderrallye mit all seinen Eindrücken und vor allem kulinarischen Genüssen geht es am morgigen Tag weiter ins Kleinwalsertal „Deutsche Enklave“ im österreichischen Vorarlberg.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und freue mich darauf, Ihnen weiterhin von der Wanderrallye berichten zu dürfen- Ihr Mario Schmidt







